Landung in Australien

Autor: EGON ERWIN KISCH

Verlag: Aufbau, Berlin

 

Halbleinen, 351 Seiten (127x200/400g) nachgedunkelt, Buchrücken sowie Ecken/Kanten leicht abgestoßen, keine losen Seiten, sonst guter Allgemeinzustand, gutes Leseexemplar

Zum Inhalt:

1934 fuhr Kisch an Bord des britischen Passagierschiffs Strathaird nach Australien, um an dem Gesamtaustralischen Antikriegskongress teilzunehmen, der in Melbourne stattfinden sollte. Dies wurde eine der bekanntesten Reisen Kischs wegen der dramatischen Umstände seiner Ankunft: Als Kisch in Fremantle an der Westküste Australiens von Bord gehen wollte, wurde ihm der Aufenthalt im Land verweigert; auch der Pass wurde ihm abgenommen, obwohl er ein gültiges Visum hatte, vom britischen Konsulat in Paris ausgestellt. Der Grund war, dass die australischen Behörden inzwischen von Kischs kommunistischer Gesinnung vernommen und ihn zur unerwünschten Person erklärt hatten. Kisch fuhr mit dem Schiff weiter nach Melbourne. Dort, am 13. November, im letzten Augenblick, als das Schiff den Hafen in Melbourne schon verlassen sollte, sprang Kisch von der Reling aus fast sechs Metern Höhe auf den Kai und brach sich dabei ein Bein. Er wurde zurück an Bord gebracht, und als die Strathaird am 16. November im nächsten Hafen – Sydney – ankam, wurde er von Bord geholt, in das Polizeiquartier gebracht und nach langen Querelen wegen versuchter illegaler Grenzüberschreitung zu drei Monaten Zwangsarbeit verurteilt – die Strafe musste er allerdings nicht abbüßen, er wurde gegen Kaution entlassen. In der Zwischenzeit hatte Kischs Sache in Australien für großes Aufsehen gesorgt. Die australische Linke organisierte Proteste, Streiks und Demonstrationen, schließlich wäre es beinahe zu einer Regierungskrise gekommen: Der australische Generalstaatsanwalt Robert Menzies (der spätere Ministerpräsident Australiens) wurde nazistischer Sympathien bezichtigt. Schließlich wurde Kisch unter Druck der Öffentlichkeit befreit und konnte in Australien bleiben.[13] Der enthusiastisch gefeierte Schriftsteller unternahm mehrere Reisen durch den fünften Kontinent, deren Frucht der Reportageband Landung in Australien war. Erst 1937 herausgegeben, war dies die letzte große Veröffentlichung Kischs vor Beginn des Zweiten Weltkriegs.
(Vgl. Wikipedia)


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Landung in Australien Landung in Australien
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Auflage: k. A., 1951
Zustand: AB
Preis: 2.90 Eur